
Die AEVO-Prüfung (Ausbildereignungsprüfung) ist ein entscheidender Schritt für alle, die als Ausbilder tätig werden möchten. Sie wird meist von der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder der Handwerkskammer abgenommen und setzt sich aus einem schriftlichen sowie einem praktischen Teil zusammen. In diesem Artikel geben wir dir einen detaillierten Überblick über den Ablauf dieser wichtigen Prüfung.
Die Anmeldung erfolgt über die IHK oder Handwerkskammer. Eine sorgfältige Vorbereitung ist unerlässlich, wobei du zwischen verschiedenen Methoden wie Online-Kursen, Selbststudium oder Seminaren wählen kannst. Jede Vorbereitungsart hat ihre Vorzüge, und die Entscheidung sollte auf deinen persönlichen Lernstil und deine Verfügbarkeit abgestimmt sein.
Die schriftliche AEVO-Prüfung besteht aus 80 Multiple-Choice-Fragen, die innerhalb von 180 Minuten beantwortet werden müssen. Die Fragen verteilen sich gleichmäßig auf vier Handlungsfelder, mit je 20 Aufgaben pro Feld. Die Fragen können sowohl eine als auch mehrere richtige Antworten haben, wobei die Anzahl der korrekten Antworten stets hinter den Fragen angezeigt wird.
Die vier Handlungsfelder der AEVO sind:
Hier geht es um die Grundlagen der Ausbildung, einschließlich der Ausbildungsordnungen, der Eignung von Ausbildern und Betrieben sowie der Personalplanung.
Beispielhafte Prüfungsfragen:
Dieses Feld befasst sich mit der Ausbildungsplanung, dem Ausbildungsmarketing und der Zusammenarbeit mit Berufsschulen.
Beispielhafte Prüfungsfragen:
Im Fokus stehen hier die Beurteilung und Förderung von Auszubildenden sowie die Anwendung verschiedener Ausbildungsmethoden.
Beispielhafte Prüfungsfragen:
Themen sind Abschlussprüfungen, Zeugniserstellung und die berufliche Weiterentwicklung nach der Ausbildung.
Beispielhafte Prüfungsfragen:
Solltest du die Prüfung nicht bestehen, kannst du sie zweimal wiederholen. Die Durchfallquote ist allerdings tendenziell niedrig und liegt zwischen 10 und 15 %. Trotzdem ist die Prüfung keinesfalls zu unterschätzen. Eine gute Vorbereitung ist in jedem Fall wichtig.
Die Kosten variieren je nach Kammer zwischen 140 und 180 €. Die Anmeldung erfolgt über die jeweiligen Online-Plattformen der IHK (Beispiel IHK Berlin) oder HWK. Eine Anmeldung zur Prüfung ist in der Regel nur über eine Registrierung und nur als Privatperson möglich, auch wenn die Firma oder ein Bildungsträger die Kosten dafür übernimmt. Beachte auch die Anmeldefristen und buche deinen Platz rechtzeitig.
Die AEVO-Prüfung ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum qualifizierten Ausbilder. Eine fundierte Vorbereitung und ein tiefes Verständnis der Inhalte sind entscheidend für den Erfolg. Mit dem Bestehen dieser Prüfung öffnest du die Tür zu einer bereichernden Karriere, in der du die nächste Generation von Fachkräften ausbilden und entwickeln kannst.